Gesetze:

Nationales Tierzuchtrecht:

Europäische Rechtsvorschriften Tierzucht Pferd:

Europäische allgemeine Tierzuchtvorschriften:

  • RL 91/174/EWG

Einfuhr Drittland:

Richtlinie 91/174/EWG des Rates vom 25. März 1991 über züchterische und genealogische Bedingungen für die Vermarktung reinrassiger Tiere und zur Änderung der Richtlinien 77/504/EWG und 90/425/EWG

 

Tierseuchenkasse - wozu?

Beitragspflicht für Pferdehalter

Pferde, die in Bayern gehalten werden, unterliegen der Beitragspflicht bei der Bayerischen Tierseuchenkasse. Beitrags- und meldepflichtig sind alle Besitzer von Pferden einschließlich der Fohlen. Setzt sich ein Bestand aus Tieren verschiedener Eigentümer zusammen (z. B. bei Pensionspferdehaltung), wird der Beitrag vom Besitzer des Bestandes erhoben.

Aus den Beiträgen werden Entschädigungszahlungen für Tierhalter finanziert, die ihr Tier durch Seuchen verloren haben, oder töten lassen mussten.

Leistungen der Tierseuchenkasse

Tier Tierseuchenkasse leistet Entschädigungen für

  • Pferde, die auf behördliche Anordnung getötet wurden,
  • Pferde, bei denen nach dem Tode eine anzeigepflichtige Tierseuche (z.B. Equine Infektiöse Anemie, EIA) festgestellt wurde, sofern die Voraussetzungen für eine Tötungsanordnung gegeben waren.
  • Kosten für Untersuchungen durch ein Untersuchungsinstitut, auf Veranlassung des betreuenden praktizierenden Tierarztes und wenn es zur differenzialdiagnostischen Abklärung von Krankheits-, Todes- und Verwerfensursache bei Verdacht auf Vorliegen einer meldepflichtigen Tierseuche erforderlich ist. 
  • rund ein Drittel der Tierkörperbeseitigungskosten toter Pferde in Bayern werden aus den Beiträgen finanziert.

 

Sachkundenachweis für gewerbsmäßige Equidenhaltung

Nach § 11 Abs. 1 Nr. 3 c) TierSchG bedarf, wer gewerbsmäßig einen Reit- oder Fahrbetrieb unterhalten will, der Erlaubnis der zuständigen Behörde. Unter Umständen, z.B. in Abhängigkeit von der Anzahl der Zuchttiere, kann auch ein Züchter unter diese Regelung fallen. Bei Unsicherheiten diesbezüglich wenden Sie sich an das für Sie zuständige Amt, da die Regelungen hier von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausfallen können.

Die Erlaubnis darf nach § 11 Abs. 2 Nr. 1 TierSchG nur erteilt werden, wenn die für die Tätigkeit verantwortliche Person auf Grund ihrer Ausbildung oder ihres bisherigen beruflichen oder sonstigen Umgangs mit Tieren die für die Tätigkeit erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten hat; der Nachweis hierüber ist auf Verlangen in einem Fachgespräch bei der zuständigen Behörde zu führen.

Liegen keine hinreichenden Qualifikationsnachweise vor, die die erforderliche Fähigkeit im Umgang mit den Tieren belegen, kann sich die zuständige Behörde als Teil des Fachgesprächs diese Fähigkeiten in der Praxis demonstrieren lassen, entschied jetzt das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg.

Nach der bis zum 31. Mai 1998 geltenden Fassung des § 11 Abs. 2 Nr. 1 TierSchG durfte die Erlaubnis für die auch damals bereits erlaubnispflichtige gewerbsmäßige Unterhaltung eines Reitbetriebs nur erteilt werden, wenn die für die Tätigkeit verantwortliche Person auf Grund ihrer Ausbildung oder ihres bisherigen beruflichen Umgangs mit Tieren die für diese Tätigkeit erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten hatte. Mit der Neufassung des am 1. Juni 1998 in Kraft getretenen und bis heute unverändert fort geltenden § 11 Abs. 2 Nr. 1 TierschG ist der Zugang zu erlaubnispflichtigen Tätigkeiten auch Personen ermöglicht worden, die außerhalb einer Ausbildung oder eines beruflichen Umgangs die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten erworben haben.

Das Fachgespräch und die Sachkundeprüfung

Zum Nachweis dieser Sachkunde kann die zuständige Behörde gerade von Personen, welche die fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nicht durch eine entsprechende Ausbildung oder berufliche Tätigkeit erworben haben, ein Fachgespräch verlangen.

Die Behörde kann jedoch von einem Fachgespräch absehen, wenn die verantwortliche Person durch das Ablegen einer Sachkundeprüfung eines Verbandes (der von der jeweiligen obersten Landesbehörde als gleichwertig angesehen wird) ihre fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nachgewiesen hat.

Reiterpass, Reitabzeichen, Trainer-Abzeichen usw. erfüllen die Voraussetzungen zum Nachweis der Sachkunde nicht.

 

Hier finden Sie den §11 des Tierschutzgesetzes

Hier Informationen zu Prüfungen gemäß §11 des Tierschutzgesetzes

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