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Veranstaltungsinformation - Zuchts...

01. Mai 2020

Liebe Mitglieder, bezüglich unserer geplanten Zuchtschauen bestehen sicher große Unsicherheiten, aufgrund der aktuellen...

Abstammungsnachweis und Identifizi...

01. Mai 2020

Liebe Züchter, wir möchten Euch vor der Zuchtschausaison noch einmal deutlich die gesetzlichen Erfordernisse für den Abs...

Liebe Mitglieder,

bezüglich unserer geplanten Zuchtschauen bestehen sicher große Unsicherheiten, aufgrund der aktuellen Situation.

Wir möchten Euch deshalb mitteilen, dass wir die Vorplanung unserer Zuchtsaison vollständig weiterlaufen lassen, um alle Zuchttermine planmäßig durchführen zu können. Natürlich werden wir zu gegebener Zeit (mindestens 4 Wochen vor dem jeweiligen Zuchttermin) die genauen Bestimmungen für Veranstaltungen/Kontakte in den jeweiligen Bundesländern prüfen und werden dann, für jeden Einzelfall, gesetzeskonforme Entscheidungen treffen. Bitte habt Verständnis dafür, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt keine Entscheidung treffen können.

Wir müssen hier gemeinschaftlich und verantwortungsbewusst auf die höchst dynamische Situation reagieren.

Bei Fragen könnt ihr jederzeit auf uns zukommen.
Eurer Vorstand

Liebe Züchter,

wir möchten Euch vor der Zuchtschausaison noch einmal deutlich die gesetzlichen Erfordernisse für den Abstammungsnachweis und die Identifizierung Eures Appaloosafohlens auf den Zuchtschauen des ApHCG vor Augen führen.
Die gültigen Tierzuchtgesetze machen hier eindeutige Angaben und Vorschriften, welche Meldungen UND Meldefristen für eine gesetzeskonforme Abstammungsprüfung und Identifizierung für ein reinrassiges Fohlen, vom Züchter fristgerecht auszuführen sind. Ein staatlich anerkannter Zuchtverband, wie der ApHCG e.V., wird hierbei von den Aufsichtsbehörden für die Tierzucht, in die Pflicht genommen und bei der korrekten Überprüfung aller erforderlichen Dokumente, sowie bei der Identifizierung eines Pferdes und der Erstellung des gültigen Identifizierungsdokuments (E-Pass mit Abstammungsnachweis) streng überwacht.

Wir können und dürfen hier bei Versäumnissen kein „Auge zudrücken“ und bitten Euch um Eure frühzeitige Mithilfe.

Insofern ist der vorrangige Zweck der Vorstellung eines Fohlens auf einer Zuchtschau die gesetzlich vorgeschriebene Abstammungsüberprüfung und Identifizierung des Fohlens bei Fuß der Mutterstute. Erst wenn alle erforderlichen Dokumente von Euch Züchtern vorliegen, und geprüft wurden, kann nach der Identifizierung auf der Zuchtschau eine Beschreibung/Bewertung des Fohlens erfolgen! Ebenfalls kann die Ausstellung des Equidenpasses inkl. Zuchtbescheinigung erst nach eindeutiger Identifizierung erfolgen.

 

Welche Dokumente müssen für die Abstammungsprüfung/Identifizierung vorliegen und Wann?

  • A1.      Die Bedeckungsmeldung – spätestens 30 Tage nach letzten Deckdatum (Vorjahr)
    Der Hengsthalter oder die zugelassenen Besamungsstation stellt den Deckschein in 3facher Ausfertigung sofort nach der Bedeckung (im Vorjahr) aus und ist verpflichtet den Deckschein spätestens 30 Tage nach Bedeckung an den Zuchtverband zu senden/melden. Der Stutenbesitzer erhält direkt nach der Bedeckung vom Hengsthalter den Durchschlag des Deckscheins mit der integrierten Abfohlmeldung als Nachweis der Bedeckung. Sie sollten die Übermittlung des Deck-/Besamungsscheines an das Zuchtbüro ggf. nachfragen.

  • A2.      Die Geburtsmeldung des Fohlens – spätestens 28 Tage nach der Geburt
    Der Stutenbesitzer meldet mit seiner Kopie des Deckscheins im Abschnitt „Abfohlmeldung“ die Geburt des Fohlen’s spätestens 28 Tage nach der Geburt an den Zuchtverband.

  • A3.      Der Transponder und Equidenpassantrag
    Nach Eingang der Abfohlmeldung erhält der Stutenbesitzer den, auf das Fohlen „personalisierten“ Transponder und den zugehörigen Equidenpassantrag vom Zuchtverband. ACHTUNG! VOR einer Identifizierung durch den Zuchtverband auf einer Zuchtschau, MUSS das Fohlen gekennzeichnet werden! Die Kennzeichnung erfolgt durch einen Tierarzt der den Transponder implantiert und den Equidenpassantrag ausfüllt, das Diagramm zeichnet und mit seinem Stempel, Unterschrift und seiner Tierhalterregistriernummer versieht.  Der ausgefüllte Equidenpassantrag MUSS dem Zuchtverband vor der Identifizierung/Teilnahme an einer Zuchtschau vorliegen. Die gesetzliche Frist für die Antragstellung eines Equidenpass durch den Tierhalter ist spätestens 6 Monate nach Fohlengeburt. (Hinweis: Sollte das COR des ApHC/USA mit dem eindeutigen Namen des Fohlen und seiner Reg.-Nr. noch nicht vorliegen, bitte den Equidenpassantrag unbedingt an den Zuchtverband senden und das Feld „Name“ des Pferdes freilassen. Dies wird nach Vorlage des COR und vor Erstellung der UELN und dem Druck des Equidenpass vom Zuchtverband nachgetragen)

 

Liegen dem Zuchtverband nicht ALLE diese Dokumente spätestens beim Meldeschluss (3 Wochen vor Zuchtschau) vor, kann keine vorgeschriebene Abstammungsprüfung erfolgen, kann keine Identifizierung des Fohlens auf der Zuchtschau erfolgen und kann keine Beschreibung/Bewertung auf der Zuchtschau erfolgen.

Bitte wartet nicht bis zum letzten Meldestichtag mit Eurer Anmeldung (die Anmeldungen 2020 sind in Kürze im Downloadbereich verfügbar) zur Zuchtschau. Je früher wir die Dokumente prüfen können, umso eher können wir Euch mitteilen ob etwas fehlt und Ihr habt noch Zeit um etwaige mögliche Ersatz-Maßnahmen durchzuführen.

 

Wir freuen uns auf die vor uns liegenden Zuchtschauen.

Viele Grüße, Euer Zuchtausschuss!

Liebe Mitglieder, liebe Interessierte,

aufgrund der deutschlandweiten Vorsichtmaßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Virus Covid-19, wurden insbesondere in dieser Woche umfangreiche Empfehlungen zu Reisebeschränkungen gegeben. Die Behörden und auch Arbeitgeber geben Beschränkungen und Empfehlungen aus, die auch das private Reiseverhalten betreffen.

Bereits am Montag den 09.03.2020 erreichten uns diesbezüglich erste Absagen von Mitgliedern, für die Teilnahme an unserer Jahreshauptversammlung am 21.03.2020. Wir haben als Vorstand des ApHCG deshalb beschlossen den empfohlenen Maßnahmen zu folgen und unsere JHV 2020 mindestens bis nach dem 31. April zu verschieben.

Für uns ist es im Sinne des Verbandes wichtig, dass möglichst viele Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung anwesend sein können um Ihr satzungsgemäßes Mitbestimmungsrecht umfassend ausüben zu können.

Wir werden Euch dazu zeitnah informieren und den neuen Termin selbstverständlich, unter Berücksichtigung der satzungsgemäßen Fristen veröffentlichen. Bei Fragen könnt ihr euch jederzeit gerne ans Office, oder an einen der Vorstände wenden! Zudem haben wir ab sofort eine Hotline unter der Telefonnummer 05446/9029316 im Office eingerichtet, an die ihr euch ebenso wenden könnt.

Wir bitte alle, die Ihre Übernachtung im Tagungshotel selbst gebucht haben, diese zu stornieren. Wendet Euch bitte an uns, wenn es hier Probleme geben sollte.

 

Wir bedanken uns im Vorfeld für euer Verständnis, und hoffen somit auch in eurem Sinne gehandelt zu haben.

Euer Vorstand ApHCG e.V.

Der Appaloosa Horse Club unterstütz eine Vielzahl von Wettbewerben, auf denen Besitzer ihre Pferde vorstellen können. Zudem gibt es das ACAAP - Appaloosa Competitive All-Breed Activities Programm.


Das Appaloosa Competitive All-Breed Activities Programm USA ist für alle Turnierreiter gedacht, deren die Approval Shows (vom ApHC anerkannte und gelistete Shows) zu weit sind, denen es zu wenige Shows (7 Shows mit 14 Richtern in 2019 in Deutschland) sind, oder die in Klassen starten möchten die auf regulären ApHC-Shows nicht angeboten werden (2.8.Springen/Dressur und so weiter). Sie soll die Leistungsbereitschaft und den Bekanntheitsgrad des Appaloosas fördern. Die Pferde erhalten für ihre Leistungen Merits, diese sind vergleichbar mit den Punkten auf den Appaloosa-Shows. Der Beste wird jedes Jahr mit dem "ACAAP Year End High Merit Point Master" geehrt. In 2019 nahmen drei deutsche Reiterinnen mit ihren Pferden am Programm teil:

Disziplin|

Rang international|

Punkte|

Pferd|

Besitzer|

Ranch Competition

10

8

Bogie Whiz Chrome

Sandra Platz- Schomisch

Reining

5

1,5

Bogie Whiz Chrome

Sandra Platz- Schomisch

Trail

3

11,5

TL Golden Commander

Nicola Groh

Western Equitation

7

8,5

Bogie Whiz Chrome

Sandra Platz- Schomisch

Western Riding

1

3

THR Tassilos Picasso

Jenifer Birke

Western Riding

5

0,5

TL Golden Commander

Nicola Groh

Quelle: ApHC

Als eine herausragende Leistung kann man diese von Jennifer Birke und ihrem Appaloosa-Wallach THR TASSILOS PICASSOS bezeichnen. Sie wurden 2018 mit dem Titel ACAAP Master Award in Trail and Western Riding ausgezeichnet. Bereits seit dem Fohlenalter wuchsen sie als Team zusammen, es war Liebe auf den ersten Blick erzählt sie. Seither wurde er von ihr ausgebildet, und beide konnten bis heute viele Höhen und Tiefer meistern. Darunter etliche Europameister- sowie Deutsche Meistertitel als auch Auszeichnungen in verschiedensten Klassen bei unterschiedlichen Verbänden. Der 2010 geborene Wallach aus der Zucht von Doreen Horak und Torsten Bauriedel kann als echter Allrounder bezeichnet werden. Nicht umsonst, setzt Jennifer auf ein abwechslungsreiches Training, welches sich individuell dem Pferd anpasst. Ausritte und Bodenarbeit gehören daher zum Training dazu. Ein wichtiger Faktor für den gemeinsamen Erfolg ist, für sie, auch die artgerechte Haltung sowie ein fairer Umgang mit dem Partner Pferd.  Denn nur ein gesundes Pferd, welches sich wohl fühlt, artgerecht gehalten wird, und Spaß im Training hat ist in der Lage im Sport Erfolge zu erzielen.

ACAAP Jennifer Birke 2020 2

Fotograf: Ingo Krüger
Bild: Jennifer Birke und THR TASSILOS PICASSO

Was ist neu in 2020?

Für den Titel ACAAP Year End High Merit Point Master muss ein Pferd mindestens 10 Merit erreicht haben.
Aktuelle Bedingungen lauten wie folgt:

  • Reiter/ Eigentümer müssen eine aktive Mitgliedschaft in den USA haben
  • Das Pferd muss mit den ,,ACAAP Entrollend Form" eingetragen und aktiv gemacht werden.
  • lm Jahr 2020 beträgt die Einschreibegebühr 40,00 Dollar für 5 Kategorien jede weitere kostet fünf Dollar. Die Einreichung der Ergebnisse erfolgt über den ,ACAAP Exhibitors Report“ dieser muss unbedingt von der Nennstelle unterschrieben sein, sowie die Startliste und die Ergebnisliste muss eingereicht werden.
  • In diesem Jahr müssen die Ergebnisse bis 30 Tage nach der Veranstaltung beim ApHC USA sein. Danach erhebt der Verband 10,00 Dollar pro Richter, wenn die Unterlagen innerhalb 45 Tage danach ankommen, nach dem 46. Tag erfolgt eine Gebühr von 25,00 Dollar pro Richter.

Eine weitere Ehrung ist das „Certificate of Achievement (COA)" jedes Pferd das 20 Merits in einer Kategorie hat, erhält diese Auszeichnung. Das COA gilt als Leistungsprüfung und ist Bestandteil des Medaillensystem des ApHCG.Weitere Auszeichnungen findet man im Regelbuch des ApHC Das Programm läuft immer vom 01.01. bis 31.12. des jeweiligen Jahres. Aber immer erst ab Aktivschaltung des jeweiligen Pferdes.
Weitere Infos sind dem aktuellen Regelbuch des ApHC zu entnehmen.

Vielen Dank Simone Köhn und Jennifer Birke für die Informationen und Einblicke.

Liebe Mitglieder,

hiermit laden wir euch recht herzlich zur Jahreshauptversammlung am 21. März 2020 in Kassel ein.
Kassel liegt zentral und ist gut via ICE als auch mit dem Auto zu erreichen. Parkplätze sind ausreichend in unmittelbarer Nähe des Hotels verfügbar. Nachfolgend die Tagesordnung mit weiteren Informationen. 

Veranstaltungsort: Design-Konferenzhotel & Restaurant Steinernes Schweinchen,
Konrad-Adenauer-Straße 117, 34132 Kassel
Telefon: 0561 940480
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

TAGESORDNUNG (ink. Änderung zum 03.02.2020)

Samstag 21.03.2020 – Beginn 09 Uhr

TOP 1 Hengsthaltersitzung (individuelle Anmeldung erforderlich)
TOP 2 Regionalgruppensitzung
          2.2. Wahl des Regionalgruppen-Obmanns

Beginn Jahreshauptversammlung nicht vor 10 Uhr

TOP 3 Begrüßung durch den Versammlungsleiter
          3.1 Eröffnung der Mitgliederversammlung und Wahl des Protokollführers
          3.2 Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung
          3.3 Feststellung der Beschlussfähigkeit
          3.4 Wahl des Protokollführers
          3.5 Frage zur Protokollverlesung JHV 2019

TOP 4 Berichte des Vorstands
          4.1 Finanzen
          4.2 Zucht
          4.3 Sport
          4.4 Marketing
          4.5 Bericht der Kassenprüfer
          4.6 Entlastung des gewählten Vorstands

Mittagspause ca. 12.30 Uhr

TOP 5 Wahlen
          5.1 Wahl des Wahlleiters
          5.2 Wahl Vorstand Marketing
          5.3 Wahl Vorstand Sport
          5.4. Wahl Vorstand Kasse


TOP 6 Satzungsänderungen
          6.1 Erstellung von Equidenpässen inkl. Tierzuchtbescheinigung
          6.2 Eigentumsurkunde
          6.3 Verantwortlichkeiten des Hengstbesitzers, Decklisten und Deckscheine

Kaffeepause ca. 15:00 Uhr

TOP 7 Anträge an die Mitgliederversammlung
TOP 8 Verschiedenes
TOP 9 Beendigung der Mitgliederversammlung

 
Wir laden Euch recht herzlich zur Abendveranstaltung nach 19 Uhr inkl. Ehrung der Sportpferde/Reiter sowie einem gemeinsamen Abendessen im Anschluss in der Gaststube des Hotels ein. Um Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten.

Anträge zur Tagungsordnung sind der Geschäftsstelle mindestens zwei Wochen (Datum des Poststempels) vor dem Termin der Mitgliederversammlung in schriftlicher Form und unterschrieben einzureichen. (Satzung §16 Abs. 7)

Der Vorstand des ApHCG e.V. wünscht Euch eine gute Anreise und freut sich auf eine produktive Versammlung mit den Mitgliedern und Regionalgruppenvertretern. Der Vorstand steht auch zu persönlichen Gesprächen zur Verfügung.

Im Tagungshotel wurde Zimmer-Abrufkontingent bis zum 07.03.2020  für die Teilnehmer eingerichtet. Die Buchung bitte unter dem Stichwort „ApHCG“ selbst vornehmen.

Gez. Markus Voß – 1.Vorsitzender
12.02.2020

 

Anträge

07.02.2020

Gendefekte sind seit Jahren ein aktuelles Thema in der Pferdezucht und werden entsprechend intensiv in den Verbänden und unter Züchtern diskutiert. Die Auswirkungen von Gendefekten betreffen vor allem den Tierschutz, aber auch die finanziellen Auswirkungen können erheblich sein. In der Tierzucht ist eine Vielzahl von Gendefekten bekannt, diese betreffen alle Tierarten. Die allermeisten davon sind rassespezifisch, manche sind auch speziellen Blutlinien zuzuordnen. Eine zu enge Linienführung und eine Verengung der Zucht auf extreme Merkmalsausprägungen begünstigen die Mutationsneigung und die Entstehung von Gendefekten. Während einige Gendefekte im Lauf der (Pferde‐) Zuchtgeschichte durchaus erwünscht sind bzw.waren, sind andere eher nachteilig bzw. unerwünscht. Viele der heute vorkommenden Pferdefarben sind beispielsweise mutationsbedingt und spielen bei Kaufentscheidungen häufig eine wichtige Rolle. Die Verbreitung des Gendefektes HYPP stand mit der gewünschten Ausprägung der Muskulatur für die Nachkommen des Hengstes „Impressive“ in engem Zusammenhang.
Es muss davon ausgegangen werden, dass viele heute bekannte Gendefekte in der Pferdezucht schon vor der Aufspaltung in unsere heutigen Rassen entstanden sind. Seit die DNA‐Sequenzierung preisgünstiger wurde, bieten Forschung und Wissenschaft heute die Möglichkeit, Gendefekte zu entdecken und zu bestimmen. Sie helfen somit, viele bislang unspezifisch auftretende Symptome zu erklären. Diese neuen Erkenntnisse können so in den jeweiligen Zuchtprogrammen berücksichtigt werden. Dadurch haben die Züchter bei der Planung ihrer Anpaarungen die Möglichkeit, Trägertiere zu umgehen, um die Weitergabe von Gendefekten möglichst auszuschließen bzw. zumindest bei rezessiven Anlagen einen Krankheitsausbruch bei der Nachzucht zu verhindern. Es ist ein Ziel der Pferdezuchtverbände Gendefekte, welche leidensrelevante Krankheiten auslösen, in den durch sie betreuten Rassen zu erkennen und diese in der eigenen Population zu eliminieren. Dies kann nur mit offenem Umgang und umfassenden Informationen rund um Gendefekte erreicht werden. Ein erfolgreiches Beispiel für einen solchen Weg ist der bereits o.g. Gendefekt HYPP, welcher durch konsequentes Handeln in Europa so gut wie verdrängt ist. Alle Trägertiere in nur einer Generation von der Zucht ausschließen zu wollen, wäre unrealistisch, übertrieben und würde den Verlust wertvollen genetischen Materials bedeuten. Mit konsequenten Zuchtprogrammen und gezielten Anpaarungen wird man diesem Ziel aber mit jeder Generation näherkommen. Obwohl Gendefekt‐Untersuchungen beim Appaloosa schon seit vielen Jahren über die Abfrage des 5‐Panel‐Test zum züchterischen Standard gehören, werden doch immer wieder Mutationen entdeckt, die für weitere, bisher unbekannte Gendefekte verantwortlich sind. In den vergangenen Jahren wurde in diesem Zusammenhang insbesondere IMM diskutiert, im vergangenen Jahr beschäftigte uns erstmals das Thema PSSM 2. Eine erste Information zu dieser Gendefektgruppe erfolgte im Rahmen der Convention 2019.
Während IMM bedingte Symptome und Tests recht eindeutig zuzuordnen sind, ist die Forschung bei den PSSM 2 zugeschriebenen Auswirkungen noch lange nicht abgeschlossen und lassen von daher noch keine Zuchtempfehlung zu. Bekannt ist lediglich, dass die unter dem Begriff „PSSM2“ zusammengefassten Einzelmutationen rasseübergreifend und stark verbreitet sind.


Der Gendefekt PSSM
Zunächst hier einige Informationen zu dem Gendefekt, soweit sie bisher bekannt sind. PSSM steht für „Polysaccharide Storage Myopathie“ und ist ein Sammelbegriff für mehrere erblich
bedingte Muskelerkrankungen, die sich in sehr ähnlichen Symptomen äußern. Gekennzeichnet ist die Erkrankung (Typ 1) durch die Anhäufung anormaler Polysaccharide, wie auch durch die übermäßige Anhäufung normaler Zuckermoleküle im Muskel. Wenn klinische Symptome auftreten, sind diese „kreuzverschlagähnlich“ und umfassen die gesamte
Bandbreite von schmerzbedingter Bewegungsunlust, Muskeltremor, Muskelsteifheit, starker Muskelabbau, ataktischer Gang, wechselnde Lahmheiten, Ausstrecken der Hinterbeine bis hin zur Bewegungsunfähigkeit. Viele erkrankte Pferde haben eine Vorgeschichte wiederholter Phasen von Muskelproblemen. Bei ausgeprägter Symptomatik (Typ 1) kann es zur Myoglobinurie (Ausscheidung von Myoglobin im Urin) und evtl. daraus resultierenden Nierenproblemen kommen. Insgesamt wird PSSM für einen Großteil der neuromuskulären Erkrankungen in den betroffenen Zuchten verantwortlich gemacht. Die Polysaccharid‐Speichermyopathie Typ 1 (PSSM 1) ist mit einer semidominanten Variante eines Gens assoziiert, das ein Enzym (Glykogensynthase) codiert. Die Variante des Enzyms ist überaktiv und führt zu einer übermäßigen Glykogenspeicherung im Muskelgewebe. Ein erheblicher Teil der Pferde, die die mutierte Variante GYS1‐R309H tragen, sind asymptomatisch. Es gibt Hinweise darauf, dass zusätzliche genetische Faktoren die Entwicklung von Symptomen bei Pferden beeinflussen, die diese Variante in sich tragen. Es gibt Fälle von Erkrankungen mit PSSM‐Symptomen, die Pferde aber nicht PSSM 1 ‐ Genträger sind. Diese Fälle werden als PSSM Typ 2 bezeichnet. Die genetische Basis von PSSM 2 wird derzeit noch untersucht. Es scheint mehrere genetische Ursachen für PSSM 2 in verschiedenen Rassen zu geben. Die Hauptursache für den Defekt in PSSM 2 scheint die Desorganisation von Myofibrillen zu sein, und nicht eine Störung des Glykogenstoffwechsels, wie dies bei PSSM 1 der Fall ist. Die Forscher von „EquiSeq“ haben vier semidominante genetische Varianten identifiziert, die PSSM 2 verursachen. Die Ergebnisse sind noch nicht in einer begutachteten Fachzeitschrift veröffentlicht. Vor der Veröffentlichung wurden die Varianten mit P2, P3, P4 und Px bezeichnet. Es gibt zwei zusätzliche semidominante Varianten nicht offengelegter Gene mit der Bezeichnung P8 und K1. Inwieweit
unterschiedliche Konstellationen verschiedener Mutationen die Erkrankungshäufigkeit und ‐schwere beeinflussen, kann derzeit nicht gesagt werden und muss Gegenstand zukünftiger Forschungen sein. Bisher konnte der Gendefekt jedoch nur unter Ausschluss von PSSM 1 und einer Muskelbiopsie ermittelt werden. Mit dem Vorhandensein eines direkten Gentests über die allseits bekannte Haarprobe können Pferde einfacher auf PSSM 2 getestet werden. Durch die einfache Verfügbarkeit wurden unterdessen mehr Pferde getestet. PSSM2‐Erkrankungen sind nicht heilbar. Die meisten von PSSM 2 betroffenen Pferde profitieren von einer angepassten Fütterung mit hohem Fett‐ und Proteinanteil und/ oder Fütterungsergänzung der Aminosäuren Lysin, Threonin, Methionin sowie angepasster Haltung mit regelmäßigem Training.


Der Umgang mit dem Gendefekt
Eine erste Information unserer Züchter fand im Rahmen der Convention im November 2019 statt. Wie dort bereits angekündigt, wollen wir zunächst in einem Monitoring (systematische Datenerfassung) die genetische und klinische Relevanz für die uns betreffenden Rassen herausfinden. Wie sollten wir nun in der Zucht damit umgehen? Semidominante Erkrankungen (unvollständige Penetranz) haben eine große Variabilität in der Ausprägung der Symptome. Tiere, die die gleiche Mutation tragen, zeigen zum Teil stark unterschiedliche klinische Profile. Viele gentragende Pferde zeigen keine Symptome. Während manche Pferde nur sehr leichte Symptome zeigen, können andere deutlich stärker betroffen sein. Die Varianz in der Ausprägung kann durch andere (bekannte und unbekannte) genetische Varianten oder durch Umwelteinflüsse (z.B. Ernährung, Haltung, Stress) bedingt sein. Aus diesem Grund ist ein vollständiges "Verbot" der Zucht mit Pferden, die eine der bekannten Mutationen haben, nicht unbedingt sinnvoll. Durch das Ausschließen aller betroffenen Tiere aus der Zucht würde die Zuchtpopulation künstlich reduziert werden, was zum verstärkten Auftreten anderer genetischer Erkrankungen führen kann, wodurch die Rasse unter Umständen noch größeren Schaden nehmen könnte. Unbenommen von der genetischen Relevanz in den beteiligten Populationen wird es zweifellos Auswirkungen in der Vermarktung der Nachzuchten geben. Die beteiligten Forscher geben derzeit folgende Empfehlungen. Pferde, die Symptome einer Erkrankung zeigen, sollten nicht für die Zucht eingesetzt werden. Beim Einsatz von Genträgern sollte jeder Züchter die Vererbungswahrscheinlichkeit im Blick behalten. Die drei Westernpferdezuchtverbände haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt. In Zusammenarbeit mit CAG wird ein Monitoring durchgeführt. Die Züchter werden aufgefordert, ihre Zuchttiere testen zu lassen und hierbei einen Fragenkatalog zu sportlicher Nutzung und ggf. Nutzungseinschränkungen zu beantworten.


Kleines Lexikon zum Text
Myopathie – bezeichnet als Sammelbegriff alle Muskelerkrankungen
Gene ‐ Erbinformationseinheiten für wichtige Proteine, Enzyme und vieles mehr, die als einzelne
Abschnitte auf der DNA vorliegen. Ein Pferd hat ca. 20.000 Gene.

Allel ‐ Ein Allel ist eine bestimmte Variante eines Gens. Für jedes Gen gibt es zwei Allele, welche nicht
immer gleich sein müssen. Bestimmte Erbkrankheiten werden durch eine Mutation in einem oder
beiden Allelen ausgelöst.

Genotyp ‐ Die verschiedenen Allelkombinationen eines Individuums. Der Genotyp wird in Form eines
Codes angegeben (siehe unsere Beispiele). Ein gesundes Tier wird mit (N/N) oder (n/n) bezeichnet,
eine Mutation mit dem jeweiligen Kürzel der assoziierten Krankheit, z.B. (N/ca) für eine rezessive oder
(n/MH) für eine dominante Mutation.

Mutation ‐ Eine Veränderung der Nukleinbasen in der DNA. Diese Veränderungen können z.B. bei
Zellteilungsprozessen oder durch äußere Einflüsse (UV‐Strahlung, Chemikalien etc.) entstehen. Oft
haben diese Mutationen keinen Einfluss auf die Gesundheit des Lebewesens. Wenn diese
Veränderungen in wichtigen codierenden DNA‐Abschnitten auftreten, kann es zu krankhaften
Ausprägungen kommen.

Autosomal – die Vererbung erfolgt unabhängig vom Geschlecht
Dominant ‐ Eine Veränderung auf einem der zwei Allele reicht aus, dass das Tier an einer Erbkrankheit
leidet oder ein bestimmtes Merkmal zeigt. Tiere mit einer Kopie der Mutation besitzen einen
sogenannten „mischerbigen (heterozygoten)“ Genotypen, Tiere mit zwei Kopien einen „reinerbigen
(homozygoten)“.

Rezessiv ‐ Die Krankheit tritt nur auf, wenn beide Allele von der Variation betroffen sind.

Semidominant ‐ Tiere mit einem oder zwei veränderten Allelen sind betroffen. Tiere mit einer Kopie
zeigen entweder ein geringeres Risiko Symptome zu entwickelnt oder mildere Symptome, als Tiere mit
zwei Kopien der Mutation.


Quellennachweis
Equisec Inc. , download von http://equiseq.com/learning_center/health/polysaccharide‐storagemyopathy‐pssm#polysaccharide‐storage‐myopathy‐type‐2
CAG GmbH, download von https://www.centerforanimalgenetics.com/de/pssm2/
Laboklin GmbH & Co.KG, download von https://laboklin.com/de/leistungen/leistungendetails/polysaccharid‐speicher‐myopathie‐typ‐1‐pssm/

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